Balkan Tour 2022

Ostern in Albanien (von Stefan Dillenberg)

Freitag

Anreise bei Schnee und RegenAm Freitag um 14 Uhr haben Annika und ich uns am Mc-Donalds Parkplatz im Siebengebirge getroffen. Da mussten wir im strömenden Regen schnell nochmal die Gewichtsverteilung des Autos optimieren. Von dort aus ging es zu Annikas Großmutter nur kurz zum Kaffeetrinken um danach noch ein paar Kilometer abzureißen. Auf der Autobahn lief es echt super. Bei Würzburg hatten wir dann allerdings Schneefall. Das sollte Michael und Evelyn, die uns folgen wollten, noch zum Verhängnis werden. Nach einer Stärkung in einem Restaurant „Zur Goldenen Möwe“ fingen wir an zu überlegen wie wir die erste Nacht verbringen möchten. Wir waren uns einig, nicht bei Regen oder gar Schnee irgendwo auf einem Parkplatz das Dachzelt aufzubauen. Also entweder durchziehen bis nach Kärnten zu Annikas Freunden oder irgendein Hotel nehmen….. wir haben es dann tatsächlich bis nach Kärnten geschafft, wo wir um 4 Uhr morgens ankamen, uns das Licht noch angelassen wurde und uns ein gemachtes Gästebett erwartete. Da sind wir dann auch direkt reingefallen.

Samstag

Am nächsten Morgen gab es, wie immer in Kärnten ein ausgiebiges Frühstück mit reichlich Zeit sich auszutauschen. Danach haben wir mit Michael und Evelyn telefoniert um einen Treffpunkt auszumachen. Wir erfuhren, dass sie es dank des Schnees nicht weit geschafft hatten und einen Parkplatz bei Würzburg anfahren mussten, da die Autobahn komplett dicht war. Für uns ging es also mit einem riesigen Vorsprung weiter durch Slowenien. Also erst mal den Spritpreis ausnutzen und volltanken und dann einmal quer durch Slowenien über Land, da es sich nicht gelohnt hätte, über die Autobahn zu fahren. Die erste Grenzkontrolle nach Kroatien hatten wir problemlos hinter uns gelassen, danach ging es auf die kroatische Autobahn. Unser nächstes Ziel, die Stadt Omis, lag südlich von Split. Auch in Kroatien ging es mit Schnee und Regen weiter. Wir entschlossen uns nicht bis nach Omis zu fahren, sondern nahmen einen Campingplatz an der Küste um auf die anderen zu warten und wenigstens gemeinsam Abend zu essen. Am Campingplatz in Sveti Petarna Noru angekommen, haben wir unser Dachzelt aufgebaut und angefangen aus dem, was wir noch so hatten Nudeln mit Tomatensauce zu zaubern um gemeinsam zu essen. Leider ging das Telefon: Es war Evelyn: schon wieder eine Autobahnsperrung wegen Schnee und das in Kroatien! Also haben wir schon mal allein gegessen, dazu vom Campingplatzbesitzer geschenkten Wein getrunken, und am späten Abend haben es dann auch Michael und Evelyn zu uns geschafft, schnell noch die Reste gegessen und dann ging es ins Bett.

Sonntag

Aufgewacht sind wir mit einem traumhaften Blick aufs Mittelmeer. Zu Fuß ging es zum Supermarkt um Frühstück zu besorgen. Am Supermarkt angekommen, mussten wir feststellen, dass wir dort nicht mit Euro zahlen konnten. Also nochmal zurück zum Platz, die EC Karte holen und wieder zum Einkaufen, wenigstens immer am Meer entlang. Nach dem Frühstück fuhren wir dann die Küstenstraße weiter Richtung Süden bei gutem Wetter bis nach Omis, wo ein Klettersteig auf uns wartete.

Klettersteig Omis

Es ging 300 Höhenmeter rauf, immer mit dem Blick auf Omis und das Meer. Oben angekommen haben wir eine kurze Pause auf einer Festung gemacht, bevor wir uns wieder an den Abstieg machten, der durch einen schönen Kiefernwald steil abwärts ging. In Omis haben wir auf einem kleinen Campingplatz eingecheckt und sind von dort aus in die Altstadt zum Essen gegangen. Für Michael, Evelyn und Annika gab es eine Fisch- und Meeresfrüchte Platte und für mich Cevapcici. Danach noch ein Eis und zurück zum Campingplatz.

Montag

Die Nacht im Dachzelt war leider nicht sehr erholsam. Aus dem Tal kamen immer wieder heftigste Sturmböen, welche am Zelt zerrten und das ganze Auto zum Wackeln brachten. Nach dem Frühstück ging es weiter die Küstenstraße entlang Richtung Süden, von hier an ist diese auch viel schöner als nördlich von Split. Die Einreise nach Bosnien-Herzegowina war auch kein Problem. In Bosnien wurden wir dann auch 2-mal angehalten und kontrolliert, durften aber immer ohne etwas zahlen zu müssen weiterfahren. Auf dem weiteren Weg haben wir uns noch Wasserfälle angeschaut, allerdings nur vom Parkplatz aus, da wir keine Lust hatten den ganzen Berg hinunter und wieder hinauf zu laufen und auch weiterkommen wollten. Die Einreise nach Montenegro hat etwas gedauert, es hatte sich eine kleine Schlange gebildet, das Auto vor uns wurde genauer angeschaut und es machte den Eindruck, als wären den Grenzbeamten andere Dinge wichtiger als die Einreise. Als wir mit den Pässen neben dem Schalter standen, war man so in ein Gespräch vertieft, dass man uns erst gar nicht bemerkte. Nach 40 Minuten und einer kleinen Diskussion, warum wir 3 Boote mithaben und nur 2 Personen sind, durften dann auch wir einreisen. Direkt hinter der Grenze war dann wieder die nächste Polizeikontrolle. Wir wurden allerdings nicht kontrolliert, wir haben aber dennoch dort angehalten um in dem Supermarkt daneben unsere Vorräte aufzufüllen. Von hier aus haben wir uns entschlossen, quer durch das Land zu fahren, abseits der großen Straße. Unser nächstes Lager haben wir dann mitten im Nirgendwo aufgeschlagen, es war mittlerweile wieder ziemlich windig und kalt geworden.

Montenegro Sonnenuntergang

Kochen MontenegroBeim Sonnenuntergang haben wir uns dann eine Kartoffelpfanne gemacht und sind früh ins Bett gegangen.

 

 

Dienstag

Am nächsten Morgen ging es Offroad weiter, erstmal ohne Frühstück bis die Sonne etwas mehr Wärme brachte. Langsam, teilweise nur mit Allrad ging es dann nach dem Frühstück weiter bis zur nächsten befestigten Straße. Unser nächstes Ziel war die Tara-Brücke. Auf dem Weg dorthin haben wir noch ein Skigebiet durchquert und waren einkaufen. Im Supermarkt haben wir uns zu Anfang sehr von einem vermeintlichen Security-Mann beobachtet gefühlt, bis der anfing uns beim Einkaufen zu helfen. Er zeigte uns, wo was zu finden war und welche Produkte wir kaufen sollten, nach dem Einkauf brachte er sogar noch für uns den Einkaufswagen weg. Weiter ging’s zur Tara-Brücke. Jetzt hieß es rauszukriegen, wo wir den Einstieg in die Schlucht finden würden. Also erstmal ins Cafe direkt an der Brücke, eine heiße Schokolade bestellt und das W-Lan des Cafes abgegriffen. Jetzt noch mal eine Touren Beschreibung im Internet durchgelesen, wo drinnen steht, dass Miro, der ein Restaurant oberhalb von der Brücke haben soll, gut Englisch spricht und einem bei der Camp-Buchung und den Permits helfen kann. Also einmal zu Fuß über die Brücke und nach Miro durchgefragt. Bei Miro auf dem Platz konnten wir dann übernachten und unser Camp in der Schlucht organisieren lassen.

Mittwoch

Heute starteten wir ganz entspannt, frühstückten, haben dann an der Ranger Station mit kleineren Problemen bei der Sprachverständigungen unsere Permits gekauft. Notfalls hätte uns aber auch Miro übersetzt. Von der Tara-Brücke mussten wir noch 2 km flussaufwärts fahren, bis zum Einstieg.Tara Boote packen Jetzt ging es für Michael und mich ans Sachen packen: Was braucht man alles für die Nacht im Camp in der Schlucht und was bekommt man überhaupt in ein Wildwasserboot? Also Wechselklamotten, Schuhe, Schlafsack, Isomatte, Essen, Trinken, und was man sonst noch so im Boot hat wie Erste Hilfe, Bergematerial, Wurfsack, Ersatzpaddel usw., ganz schön viel für ein Wildwasserboot, was sich auch beim Tragen zum Wasser bemerkbar machte. Gegen 12 Uhr war es dann soweit.

 

Einstieg TaraschluchtEs ging los, von Felsen aus reingerutscht und direkt ins erste Kehrwasser für ein Foto. Dann ging es in die Tara-Schlucht….Irgendwie ein komisches Gefühl ,in diese imposante Schlucht rein zu paddeln und zu wissen, dass die nächsten 60 km keine wirkliche Ausstiegsstelle mehr kommt. Dann kamen auch schon die ersten Stromschnellen, die mit den schwer beladenen Booten schon ein wenig spannend waren. Nach den ersten Kurven konnte man dann die 150 m hohe Tara-Brücke sehen, auf der Annika stand um Fotos von uns zu machen.Tara Wasserfall In der Schlucht kamen immer wieder kleinere, aber sehr schöne Wasserfälle von den Seiten in die Tara. Mittlerweile hatten wir uns auch an die vollgepackten Boote gewöhnt. Auf ca. der Hälfte unserer Tagesetappe haben wir uns einen sonnigen Platz ausgesucht um eine Pause zu machen. Es gab Brot mit geräucherter Wurst aus Montenegro, die wir am Vortag im Supermarkt gekauft hatten. Nach der Pause ging es gestärkt mit etwas mehr Paddelschlägen weiter, da wir vor der Pause sehr getrödelt hatten und einfach nur die imposante Landschaft genossen hatten.Tara Panorama Am Camp angekommen wurden wir mit einem Rakija begrüßt und uns unsere Unterkunft gezeigt. Michael und ich haben uns ein Zimmer geteilt. Es gab frisch bezogene Betten, Handtücher lagen bereit und wir hatten ein eigenes Bad mit Dusche und Warmwasser. Von unseren letzten Unterkünften waren wir teilweise anderes gewohnt. Wir waren die einzigen Gäste.Abendesssen Taraschlucht (Kamp Tara-Top) Zum Abendbrot gab es erstmal eine Suppe mit Brot als Vorspeise, was eigentlich schon als komplette Mahlzeit durchgegangen wäre. Danach ging es weiter mit gekochtem Fleisch, Kartoffeln mit Möhren, Reis und Krautsalat, alles auf einem alten Holzofen zubereitet. Vollgegessen und überaus zufrieden ging es ins Bett, voller Vorfreude auf den nächsten Tag.

Donnerstag

Relativ früh wach, hatte Michael schon die erste Runde ums Camp gedreht. Ich hatte mich noch nicht aufraffen können, das warme Bett zu verlassen. Als es die ersten Sonnenstrahlen ins Camp schafften, bin ich auch aufgestanden und habe erstmal unsere Paddelsachen in die Sonne gehängt. Zum Frühstück gab es selbstgemachte Brötchen, die noch warm waren, dazu Wurst, Schinken, gekochte und gebratene Eier, Frischkäse und Marmelade. Wir hatten unsere Brötchen noch nicht ansatzweise aufgegessen, da kam schon die nächste Ladung. Dann ging es wieder ans Boote packen um den letzten Teil der Schlucht zu paddeln. Wir verabschiedeten uns von unserer Gastgeberin und deren Hund. Auf dem letzten Teil der Schlucht erwartete uns ein wunderschöner Wucht-Wasser Abschnitt. Relativ schnell tauchte dann auch schon die Grenzbrücke zwischen Montenegro und Bosnien auf, unser Ausstieg. Um eine weitere Grenzkontrolle zu sparen sind wir erst ein Stück weiter ausgestiegen, haben uns umgezogen und uns auf die Suche nach unserem Shuttle gemacht. Es ging eine ganz schön steile Schotterpiste rauf. Oben angekommen konnten wir auch schon Annika, Evelyn und Vicky, den Wolfsspitz entdecken, die für uns die Autos 4 Stunden durch Montenegro umgesetzt hatten. Dank Michaels Allrad Sprinter konnten wir bis zum Ausstieg fahren und mussten die Boote nicht die steile Schotterpiste herauf tragen.

Nun mussten wir erstmal einen Plan machen, wohin es weitergehen sollte. Unser Plan war dann, weiter Richtung Süden an die Luka und den Lim zu fahren. Also Ziel ins Navi eingegeben, es sah machbar aus. Nach einiger Fahrzeit ging es eine Passstraße hinauf durch einige Natursteintunnel, später trafen wir auf einen Rosenheimer Pickup mit Wohnkabine, welcher uns zu sich winkte. Wir erfuhren dass es auf dem Pass kein Durchkommen gab, alles zu mit riesigen Schneeverwehungen. Also alles wieder runter und einmal außen um den Berg.Aussicht - Montenegro Bei der nächsten Passstraße trafen wir auf ein Schild, auf dem in rot Zatvoren stand. Da wir eh schon relativ hoch waren, haben wir uns entschlossen, es einfach zu versuchen. Auf dem Weg nach oben wurde der Schnee am Straßenrand immer höher. Die Straße war aber bis auf ein paar Ausnahmen frei. Im oberen Teil waren die Schneewände bis 2 m hoch und es gab nur eine Fahrspur. Zum Glück ist uns dort niemand entgegengekommen. Auf der weiteren Fahrt wurde es dunkel, jetzt hatten wir nur noch ca. 10 km bis zum Ziel. In dem letzten größeren Ort wurden wir dann von einem Polizisten angehalten. Er wollte unsere Ausweise sehen. Wir haben ihn nur sehr schwer verstehen können. Er hat die ganze Zeit auf unsere Boote gezeigt, später wollte er uns dann mit Google Übersetzer klarmachen, dass wir eine Fahne für die Ladung bräuchten und 50 € zahlen sollten. Nachdem ich ihm klar gemacht habe, dass ich das nicht zahle und mit ihm versucht habe zu diskutieren, dass alles in Ordnung sei, versuchte er sein Glück bei Michaels Auto. Die Fenster wären getönt, das dürfte man nicht haben. Mittlerweile haben wir ziemliche Aufmerksamkeit auf uns gezogen. Plötzlich kam ein Mann in Jogging Hose auf uns zu, motzte den Polizisten an, der uns daraufhin unsere Pässe wiedergab. Der Mann in Jogging Hose sagte nur noch: „Welcome to Montenegro“, dann durften wir weiterfahren. Am Campingplatz angekommen, war alles zu. Allerdings hing an der Rezeption eine Telefonnummer. Der Anruf stellte sich als Katastrophe raus, keine Verständigung auf Englisch möglich. Irgendwann wurde einfach nicht mehr geantwortet. Ein neuer Plan musste her. Doch plötzlich tauchte ein älterer Herr auf und sprach uns auf deutsch an, wir konnten also doch hier übernachten.

Freitag

Am nächsten Morgen ging es vom Platz aus zufuß in die Stadt frisches Brot fürs Frühstück kaufen. Nach dem Frühstück fuhren wir zur Luka. Beim Besichtigen waren wir nicht mehr so begeistert und entschlossen uns, direkt nach Albanien weiter zu fahren. Wir suchten uns einen schönen Campingplatz am Shkodrasee. Auf dem Weg dorthin tauschten wir noch Geld um und kauften eine Albanische Telefonkarte. Danach machten wir uns dort einen entspannten Nachmittag in der Sonne und richteten die Telefonkarte ein. Abends sind wir im Campingplatz zugehörigen Restaurant essen gewesen.

Samstag

Zum Frühstück gab es frisches Brot vom Campingplatz. Danach ging es zur Kir. Wir sind mit dem Auto das Kirtal zur Flusserkundung hochgefahren. Im mittleren Teil waren sehr viele Klammen, welche zwar echt spaßig aussahen, aber nicht komplett einzusehen waren. Also entschlossen wir uns, den oberen einfacheren Abschnitt zu paddeln.Kir - Stefan Gestartet sind wir an einer alten Hängebrücke, von dort aus ging es leicht los mit einigen kleinen Schwellen, im weiteren Verlauf nahmen die Schwierigkeiten immer mehr zu und an der vereinbarten Ausstiegsstelle hatten wir dann soviel Spaß, dass unsere beiden Umsetzer noch bis zur nächsten Aussatzstelle gefahren sind und wir noch ein Stück weiter paddeln durften. Vom Ausstieg ging es dann über Land Richtung Valbonatal, auf dem Weg dorthin haben wir noch ein Restaurant mit Campingmöglichkeit angesteuert. Dort war es allerdings nicht so toll zum Übernachten, wir hätten direkt neben der Straße gestanden. Weshalb, wir uns ein Stück weiter einen Platz gesucht haben.

 

 

Sonntag

Die Nacht war nicht sehr erholsam, es war wieder sehr windig und kalt. Deswegen sind wir an nächsten Morgen erstmal zur Valbona gefahren und haben dort gefrühstückt. Danach ging es aufs Wasser. Ein sehr schöner Fluss mit schönen Schwellen und Kehrwassern. Doch leider wurde dieser an einigen Stellen als Müllkippe verwendet, was hier leider überall noch üblich ist, nämlich seinen Müll irgendwo den Hang runter zu schütten. Deswegen sind in der landschaftlich schönen „Roten Schlucht“ die Bäume am Ufer bunt vor Plastik . Während wir Paddeln waren, hatte Annika uns eine Unterkunft weit oben im Valbonatal organisiert. Auf dem Weg dorthin kamen wir noch an ein paar schönen Flussanschnitten vorbei, die noch mehr Lust auf paddeln machten. Doch leider hatten wir schon für den nächsten Tag die Fähre gebucht. Unsere Unterkunft lag komplett einsam und wir hatten diese komplett für uns alleine. Nein, nicht komplett, wir mussten sie mit einer Katze teilen. Da der Vermieter in die Stadt musste und noch nicht genau wusste, wann er wiederkommen würde, war es auch unsere Aufgabe diese mit zu versorgen. Uns hatte man einfach alles offen gelassen, wir durften alles benutzen, sollten uns einfach wie Zuhause fühlen. Wir haben uns abends Cevapcici mit Reis und Salat gekocht, gegessen wurde am offenen Kamin. Danach ging es eine Runde mit der Vicky spazieren. Den Abend haben wir am prasselnden Kaminfeuer ausklingen gelassen.

Montag

Gefrühstückt wurde wieder am Kaminfeuer, da es draußen in der Nacht nur 2 Grad waren. Die Katze wurde mit Cevapcici Wurst, Käse und Streicheleinheiten verwöhnt. Danach ging es zur Komanisee-Fähre. Das Fahren auf die Fähre war sehr konfus: der eine Einweiser zeigte nach rechts und brüllte dabei „left“, dabei war wirklich noch genug Platz auf der Fähre.Fähre Autos So bildete sich allerdings noch vor den Autos eine schöne freie Fläche, von wo aus man die Überfahrt genießen konnte.Fähre - Gruppenbild Während der Überfahrt wurden noch an einer Stelle am Seeufer Leute eingesammelt und ab und zu fuhren Motorboote an die Fähre ran, welche auch noch zusätzlich Passagiere an Bord brachten. Auf der Fähre waren fast nur Touristen. Die Straße vom Fährhafen Richtung Skodra war in einem extrem schlechten Zustand, bei einer Brücke über den Fluss Drin war fast das ganze Geländer abgebrochen und teilweise waren sogar riesige Löcher oder gar kein Fußweg mehr da.

Dienstag

Am nächsten Tag ging es zur Oberen Kir. Die Fahrt dorthin ging ca. 1h über Schotterpisten und dann kam uns auch noch an der engsten Stelle ein LKW entgegen, der aber sehr souverän zurücksetzte in die nächste Ausweichmöglichkeit, um uns vorbei zu lassen. Dennoch war die Stelle so eng, dass ich Michael einweisen musste. Also ganz knapp an dem LKW vorbei und mit den Reifen auf der anderen Seite über die Befestigungsmauer der Straße direkt am Abgrund vorbei. Das letzte Stück ging es steile Serpentinen zum Wasser herunter. Unten gab es sogar eine Furt, durch die wir nicht durchfahren hätten müssen, es aber trotzdem machten, diesmal sogar ohne Probleme. Die Kir war anspruchsvoller als beschrieben, zum Glück hatten wir wenig Wasser, sonst wären einige Stellen echt sportlich geworden. Im unteren Teil ist Annika dazugestiegen, um die letzten 8 km, die wir schon mal in einem früheren Urlaub gepaddelt waren, mitzufahren.Kir zu Dritt Auf der gesamten Strecke gab es dann zwei Schwimmeinlagen. Nach dem Paddeln sind wir noch Einkaufen gegangen, um die restlichen Lek auszugeben, da wir wieder Richtung Kroatien wollten. Während wir am Straßenrand standen, um uns zu überlegen, wo wir übernachten wollten, kam eine Frau auf uns zu. Sie fragte ob wir einen Campingplatz suchen würden, ihr Sohn hätte einen ganz in der Nähe. Sie könnte Ihn anrufen und Bescheid geben, dass wir noch vorbeikommen würden. Uns wurde beschrieben wohin wir mussten und haben sogar noch einen Flyer bekommen, dass wir auch den richtigen Platz finden. Auf der Straße vorm Campingplatz wurden wir von einem Motorroller abgefangen, welcher uns auf den anderen Platz nebenan lotsen wollte. Wir haben diesen abgewimmelt und wurden auch schon auf der Straße von unserem Campingplatzbesitzer in Empfang genommen. Hier wird echt um jeden Gast gekämpft. So sind wir abends auf dem Campingplatz in Montenegro gelandet. Der Platz lag direkt am Mittelmeer, mit vielen alten Olivenbäumen. Eigentlich war er sehr schön, nur die Straße war nachts sehr laut.

Mittwoch

Morgens ging es dann nach Dubrovnik, eine sehr bekannte Stadt in Kroatien mit Altstadt und Festung, in der die Serie „Game of Thrones“ gedreht wurde. Die Stadt war ziemlich auf Touristen ausgelegt, in einigen Straßen sind wir ständig von Kellnern angequatscht worden, ob wir nichts essen oder trinken wollten, das war sehr nervig. Nach einiger Zeit sind wir dann auch in einer Pizzeria gelandet, die nicht so aufdringlich war. Danach haben wir uns noch ans Meer in ein Café gesetzt und die Leute beobachtet, welche dort auf einem bekannten Anleger aus der Serie Fotos gemacht haben. Danach ging es auf einen kleinen Campingplatz, wo wir die Nacht verbracht haben.

Donnerstag

Aufgewacht sind wir bei leichtem Nieselregen, vom Campingplatz aus sind Michael, Vicky und ich in den Ort gelaufen um Baguette zu kaufen, es ging ziemlich lange nur bergabwärts. Im Ort angekommen ist es schon wieder passiert: kein Geld dabei, aber nochmal hoch zu laufen kam für uns nicht infrage. Also hat Michael Evelyn angerufen, welche uns netterweise Geld vorbei brachte und uns auch direkt wieder mit dem Auto zurücknahm. Da das Wetter mittlerweile überall südlich der Alpen schlecht gemeldet war, überlegten wir den Tag zum Fahren zu nutzen und brachen Richtung Norden auf. Unser restlicher Urlaub teilte sich hier, Plumps fuhren nach Imst, um ihren Sohn Axel zu seinem Geburtstag zu überraschen und für uns ging es langsam Richtung Heimat. So machten wir nochmal in Kärnten halt und luden uns bei Annikas Freunden zum Grillen ein. Nach einem wieder ausgezeichneten Frühstück ging es dann langsam Richtung Heimat, mit ganz vielen neuen Ideen und Plänen im Gepäck für unseren nächsten Balkan-Trip.

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