Turnerinnen erhalten Luftmatte

Genau vor einem Jahr probten die Turnmädchen leihweise ein neues Turngerät aus. Nun sponserten zwei Väter und ihre Firmen die Luftmatte für die weitere Leistungsentwicklung.

Ein Jubelschrei ging durch die OTV-Halle, als Karen Grimm ihren Turnerinnen verkündete, das sie gleich eine neue Attraktion für ihren Sport bekommen. Die Trainerin der Leistungsturnerinnen hatte zwei Väter für eine außergewöhnliche Idee gewinnen können. "Der Rheinische Turnerbund hat im letzten Winter eine Leihaktion angeboten, die wir genutzt haben. Seitdem ist uns das Air Track nicht mehr aus dem Kopf gegangen", strahlt die routinierte Übungsleiterin im Gespräch. Und nun stand da ein klobiger blauer Knäuel auf einem Transportwagen, der die Größe eines verpackten Hauszelts nahekommt. Als aber dann die Turnbahn ausgerollt und der Luftkompressor angeschlossen wird, staunen alle Beteiligten um die Wette. Binnen fünf Minuten ist die zwei Meter breite und fünfzehn Meter langWinterhallenturnfest2014e luftgefüllte Turnbahn einsatzbereit. Ein neuerliches Jubeln lassen sich die 25 Mädchen entlocken, als sie die Bahn ausprobieren dürfen.
"Die Triebfeder für dieses Gerät sind unsere Töchter", ist auch Volker Hunold, der Geschäftsführer von Küchen und Haushaltsgeräten Hunold, begeistert vom Air Track. Seine Tochter Annelie und Leandra Hauck sind Leistungsträgerinnen der OTV-Turnerinnen. Stefan Hauck vom Provinzial Versicherungsbüro hat sogar seinen Mitgesellschafter Heiko Nitsche überzeugen können. "Als Stefan mit diesem Vorhaben kam, konnte ich mir nicht viel darunter vorstellen. Doch wie es nun angenommen wird, ist eine wahre Freude", ist auch Nitsche zufrieden. "Eine Investition in die Zukunft", bezeichnet es Stefan Hauck. Knapp 5.000 Euro hat die Bahn gekostet. "Doch die Zeitersparnis beim Auf- und Abbau ist enorm", sieht Hauck auch den logistischen Vorteil.
Von den sechs Trainingsstunden, die Karen Grimm mit ihrem Trainerteam bestehend aus ihrer Tochter Lena Grimm, Britta Heller, Jessica König, Irina Ulrich und Lea Sundermeyer anbietet, geht in der Woche fast eine Stunde an Auf- und Abbau der Geräte für das Leistungsturnen drauf. Trotzdem haben sich die Turnerinnen stark entwickelt in den letzten Jahren. "Wir gehören mittlerweile zu den stärkstenMannschafts-Landesfinale Teams im Turnverband Niederberg", spricht Karen Grimm nicht ohne Stolz von ihren Mädchen. Vor kurzem der Gewinn der Bronzemedaille beim Mannschafts-Landesfinale der P-Stufen hinter den Teams der Kunstturnzentren sind ein Beleg dafür. "Trotzdem trainieren wir von Zeit zu Zeit in den Kunstturnzentren, um wenigstens ein wenig den Anschluß halten zu können", möchte Grimm den guten Standard wahren. Waren es zuletzt die Trainingsstätten in Bergisch Gladbach und in Düsseldorf, so geht es bei den nächsten Malen nach Krefeld. Die Grundlagen werden also gelegt für weitere Jubelstürme der Turnmädchen.
Hartmut Maus