Katrin Gewinner behauptet sich weiter auf nationaler Ebene Endkampfplatzierungen bei den Deutschen Meisterschaften in Krefeld und Wesel

Vor dem Start ins Wintertraining setzt sich fast jeder Leichtathletiktrainer mit seinen Athleten zusammen. Er nimmt dort den Abgleich seiner und der Vorstellungen seiner Crew vor

In der Hoffnung, das einmal Verletzungen und andere Unwägbarkeiten außen vor bleiben, hatte auch Katrin Gewinner gehofft ihre Vorhaben umzusetzen. Dies gelang ihr nun in den letzten Wochen sehr anschaulich. Nach dem siebten Platz im Kugelstoßen bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Fulda focussierte sich die Vorbereitung für die A-Jugendliche auf die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften am letzten Wochenende in Wesel. Zuvor gab es noch erfolgreiche Zwischenstationen. Bei den Offenen Westfalenmeisterschaften der Frauen am 10. August 2003 in Lüdenscheid gewann sie die Bronzemedaille im Kugelstoßen mti 12,31 Meter und kam auf Rang acht des Speerwurffinales mit der neuen Bestleistung von 34,44 Meter. Trainer Athlet Fulda03Eine Woche danach dann die zweite Endkampfteilnahme in diesem Jahr bei einer Deutschen Meisterschaft. Bei den Titelkämpfen der Juniorinnen am 17. August 2003 im Stadion am Löschenhofweg in Krefeld-Uerdingen wurde sie Achte im Kugelstoßen mit 12,25 Meter. Einer Berg- und Talfahrt mit abschließendem guten Ausgang glich ihr dritter Siebenkampf in dieser Saison in den letzten beiden Tagen in Wesel. Zum ersten Mal in der Jugendklasse mit dem Vorkampfergebnis von 4302 Punkten (erzielt bei den Kreismeisterschaften Ende Mai in Solingen) für eine Deutsche Mehrkampfmeisterschaft qualifiziert, dürfte sie einige Erfahrungswerte sammeln. Nach etwas verschlafenem Start und einem Rhythmuswechsel nach der fünften Hürde lief sie nach den 100 Meter Hürden in 17,42 Sekunden durchs Ziel. Der zwei Stunden andauernde Hochsprungswettbewerb zehrte doch sehr. Bis 1,51 Meter übersprang sie alle Höhen im ersten Versuch. Bei 1,54 Meter schien es auch so abzulaufen, doch die Latte fiel wie in den beiden weiteren Versuchen. In ihrer starken Disziplin Kugelstoßen stieß sie direkt auf die Siebenkampfbestleistung von 12,48 Meter - auch die beiden weiteren Versuche landeten jenseits der Zwölf-Meter-Marke. 28,25 Sekunden beim abschließenden 200 Meter Lauf stimmten sie nicht zufrieden.  Der Auftakt des zweiten Tages entwickelte sich fast zum Drama. Im Weitsprung hatte sie sich in dieser Saison mit vielen Sprüngen über 5,30 Meter gefestigt. Anlaufprobleme und zudem Schmerzen im Fußgelenk ihres rechten Sprungbeines ließen neben den ungültigen Versuchen im ersten und dritten Durchgang nur 4,57 Meter herauskommen. Mit 33,24 Meter und einer zweiten Siebenkampfbestleistung sowie zwei weiteren guten Würfen jenseits der 32-Meter-Marke zeigte sie allerdings echte Nehmerqualitäten als Mehrkämpferin. Mit 2:41,49 Minuten und "zum Schluß total schweren Beinen"  lief sie die 800 Meter ruhig nach Hause. Rang dreißig in der Einzelwertung der A-Jugend mit 4026 Punkte standen dann im Ergebnisüberblick. Doch der Ohligserin gelang als Drittbeste der Sprung in das Siebenkampfteam des TSV Bayer 04 Leverkusen. Die Farbenstädter belegten hinter dem TuS Jena, der LG Nike Berlin und dem ASV Koblenz mit 13474 Punkten den vierten Rang. Also folglich die dritte vordere Platzierung von Katrin Gewinner bei ihrer dritten DM-Teilnahme in diesem Jahr.