Faustball - Ehrenrunde vor 6.000 Zuschauern - Hartmut Maus Trainer der italienischen Nationalmannschaft - OTV-Reise mit 18 Fans zur Weltmeisterschaft

"War das ein tolles Gefühl bei der Ehrenrunde". Sichtlich berührt war Hauptangreifer Lukas Tovazzi nach dem letzten Spiel der 12. Faustball-Weltmeisterschaft der italienischen Mannschaft.

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Im voll besetzten Oldenburger Marschwegstadion hatte zuvor im Spiel um Platz sieben der SSV Bozen - gleichbedeutend mit der italienischen Auswahl - die Mannschaft Namibias mit 2:0 (20:14, 20:10)-Sätzen bezwungen. Vor 6.000 frenetischen Zuschauern wurde am Ende noch eine Ehrenrunde der jungen Südtiroler eingefordert, die alle Beteiligten nach einer turbulenten Woche in Niedersachsen sehr genossen. Als I-Tüpfelchen wurde Bozens Angreifer Thomas Vonmetz auch noch zum besten Spieler dieser Begegnung geehrt. Nicht nur hierfür erfuhr die Mannschaft viel Anerkennung. "Diese Mannschaft hat noch mehr Entwicklungspotential", konstatierte Gastao Englert, Trainer des Vize-Weltmeisters Brasilien, der während seines Sportlehrer-Studiums an der Deutschen Sporthochschule Köln ein halbes Jahr bei der Familie Maus in Solingen lebte.
Vor vier Jahren bei der WM in Brasilien landete Italien noch auf dem neunten Platz. Nunmehr springt der siebte Platz heraus. Leider ist der Traum unter die Top Sechs zu kommen, der gleichbedeutend mit der Qualifikation zu den World Games 2009 in Taiwan ist, nicht in Erfüllung gegangen. Unweigerlich ist dies aber in den nächsten Jahren zu erreichen, wenn der eingeschlagene Weg des Trainertrios Klaus Gummerer aus Bozen, dem Ohligser Diplom-Sportlehrer Hartmut Maus und dem Fürstenfeldbrucker Jörg Ramel weiter verfolgt wird. Der deutsche U18- und U21-Bundestrainer Maus hatte die Italiener in ihrer Heimat über fünf Aufenthalte zwischen fünf und zehn Tagen unmittelbar vor der Weltmeisterschaft auf den modernen Faustball eingeschworen. Die ersten Früchte dieser Kooperation wurden nun geerntet.
Völlig begeistert waren auch achtzehn Faustballer des Ohligser TV unter den am Ende 9.000 Zuschauern beim Finale des erstmaligen Weltmeisters Österreich gegen Brasilien. Sie waren mit zwei Kleinbussen angereist und hatten in der Jugendherberge Oldenburg übernachtet. Unter der Leitung von Tobias Barnat, Günter Krause und Jörg Niegeloh waren vor allem für die jungen Nachwuchs-Faustballer die beiden Tage im Marschweg-Stadion unvergesslich.
Hartmut Maus